14 Jahre Haft: Familienvater erwürgt Frau und zündet Haus an

Am 11.02.2019 veröffentlicht

Timo S. hat seine Ehefrau erwürgt und anschließend die Wohnung in Brand gesteckt. Nach einem sieben Monate langen Indizienprozess sieht das Gericht dies als erwiesen an. Am Montag wurde der Familienvater zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Unser Reporter Frank Caspers berichtet. 

Totschlag und versuchte schwere Brandstiftung - so lautete das Urteil des Landgerichts Fulda gegen Timo S. aus dem hessischen Rotenburg. Am 17. Oktober 2017 hat er seine Ehefrau erwürgt und dann die Wohnung angezündet, um seine Tat zu verdecken.

Viele Beweise sprechen gegen Timo S.

Der Richter begründete das Urteil mit vielen Beweisen. So konnte das Handy des Angeklagten im Tatzeitraum am Tatort geortet werden, belegte ein Gutachter. Die Ehefrau habe zuvor eine halbe Stunde lang mit Bekannten gechattet. Der Zeitpunkt ihrer letzten Nachricht passe zum Beginn der Handyortung des Angeklagten. Die 33-jährige Getötete hatte DNA-Spuren unter ihren Fingernägeln und der Angeklagte eine kleine Verletzung hinter dem linken Ohr, laut Richter Spuren eines Kampfes.

Zunächst ging die Polizei von einem Unfall aus. Das Feuer in der Wohnung hätte die Frau getötet, doch bei der Obduktion war aufgefallen, dass die Frau bereits vor dem Brand gestorben war. Der Angeklagte, der von seiner Frau getrennt lebte, beteuerte bis zuletzt seine Unschuld. Er sagte, er habe bei seiner Frau nur einen Schulranzen und Spielzeug für die Kinder abgeholt.

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