Prozessauftakt in Fulda: Ehemann wegen Totschlag und Brandstiftung angeklagt

Am 17.07.2018 veröffentlicht

Timo S. aus Rotenburg an der Fulda muss sich seit Dienstag vor dem Landgericht Fulda wegen Totschlags und besonders schwerer Brandstiftung verantworten. Er soll seine Ehefrau im Oktober vergangenen Jahres umgebracht und danach die Wohnung in Brand gesetzt haben, um die Spuren der Tat zu verwischen.

Am ersten Prozesstag wurde lediglich die Anklage verlesen, da der psychiatrische Gutachter verhindert war. Der Verteidiger erklärte gegenüber Medienvertretern, sein Mandant habe die Tat nicht begangen. Die Obduktion hatte ergeben, dass die Frau erwürgt oder erdrosselt worden ist. Das Paar lebte getrennt und soll sich laut Staatsanwaltschaft am Tattag gestritten haben. Der 36-jährige Angeklagte will zum Zeitpunkt der Tat nicht in der Wohnung seiner Noch-Ehefrau gewesen sein. Zudem kündigte er an, im Laufe des Prozesses Stellung zu den Vorwürfen zu nehmen.

Ehestreit als Auslöser für die Tat?

Timo S. soll nach Angaben der Fuldaer Staatsanwaltschaft im Oktober 2017 in Rotenburg-Lispenhausen (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) im Streit seine Ehefrau, von der er getrennt lebte, in deren Wohnung erwürgt oder erdrosselt haben. Danach soll er ein Sofa in Brand gesteckt haben, um die Spuren zu verwischen. "Wir gehen davon aus, dass es aus bisher ungeklärter Ursache zum Streit kam", erklärt Staatsanwalt Andreas Hellmich. Bei seiner polizeilichen Vernehmung springt der 36-Jährige dann aus dem Fenster. Unsere Reporterin Julia Möller hat sich damals im Ort umgehört.

Der Angeklagte befindet sich seit Ende Oktober 2017 in Untersuchungshaft. An 16 Verhandlungstagen soll jetzt geklärt werden, ob Timo S. die Tat begangen hat oder unschuldig in U-Haft sitzt. Das Urteil soll frühestens Ende August fallen.

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