Gießener verzweifelt: Eichenprozessionsspinner belasten Anwohner

Am 08.07.2019 veröffentlicht

In der Anneröder Siedlung in Gießen gibt es nicht nur viele Eichen, sondern auch viele Eichenprozessionsspinner. Die Härchen dieser Raupe lösen schon beim Einatmen schwere Asthmaanfälle und Hautreizungen aus. Die Bewohner fordern jetzt mehr Unterstützung von der Stadt.

Ärztin Bettina Prell hat in drei Wochen circa 100 Patienten behandelt, die mit dem Eichenprozessionsspinner in Kontakt kamen. Die Anwohner der Siedlung beklagen vor allem die Tatsache, dass sie von der Stadt nicht ausreichend informiert und ernst genommen worden seien. Die Gießener Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich versichert, dass man im nächsten Frühjahr präventiv gegen die Eichenprozessionsspinner vorgehen werde. Die Bürger sollen nicht in Panik verfallen - denn manchmal handelt es sich um die harmlose Gespinstmotte - und Eichen nicht voreilig fällen. Eine offizielle Gesundheitsgefährdung wurde inzwischen ausgesprochen. 

Unsere Reporterin Luisa Vollmert hat mit den betroffenen Anwohnern gesprochen.

 

Im Notfall hilft Folgendes:

- getragene Kleidung rasch wechseln und anschließend waschen

- Kleidung getrennt von andere Wäsche in die Maschine packen

- Kleiderbürste oder Fusselrolle vor dem Waschen nutzen

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