Auch die heimischen Singvögel sind betroffen.

Studie der Uni Gießen: Parasitenkrankheit gefährdet Wildvögel

Die Universität Gießen fand heraus, dass immer mehr Wildvögel sich mit der gefährlichen Parasitenkrankheit anstecken. Der einzellige Parasit kann bei den Vögeln ganze Epidemien auslösen. Doch jeder kann was gegen die Verbreitung tun.

Der Parasit vermehrt sich bei den Vögeln hauptsächlich in den Atemwegen. Für die Studie nahmen die Wissenschaftler 440 Tupferproben aus dem Schnabel von 35 Vogelarten in Hessen. Sie untersuchten die Proben auf den Erreger der Parasitenkrankheit Vogeltrichomonose. Die meisten der untersuchten Vögel, waren aus der Vogelklinik der Universität. Weitere Wildvögel wurden in freier Wildbahn gefangen. 

Besorgniserregende Befunde

Von allen getesteten Vögeln waren 36 Prozent infiziert. Am häufigsten waren die Eulen (58 Prozent) und verschiedene Taubenarten (50 Prozent) betroffen. Auch in Greifvögeln (36 Prozent) wurder der Erreger nachgewiesen. Die Infektionsrate bei Singvögeln betrug 28 Prozent. „Diese Befunde sind besorgniserregend, da in Deutschland bereits seit mehreren Jahren epidemische Ausbrüche von Trichomonosen beobachtet werden, die schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Vogelpopulation haben können“, erklärt die Arbeitsgruppenleiterin Prof. Dr. Petra Quillfeldt in dem Artikel der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU).

Auch Sie können helfen
 
Die Krankheit kann auch über Vogeltränken verbreitet werden. Wenn man einen Trinkstelle im Garten oder auf dem Balkon hat, soll man, besonders bei warmem Wetter, das Wasser häufig wechseln und die Vogeltränke gut reinigen. Das soll die Verbreitung der Krankheit etwas eindämmen. 


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