18-Jähriger aus Gießen wohlauf: Der in Ägypten Vermisste ist zurück bei seiner Familie

Am 14.01.2019 veröffentlicht

Der vermisste 18-jährige aus Gießen ist wieder bei seiner Familie. Das bestätigte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Er ist in Frankfurt gelandet und den Umständen entsprechend wohlauf. Der 18-Jährige wollte im Dezember seinen kranken Großvater in Kairo besuchen und wurde etwa einen Monat lang vermisst. Nun aber interessieren sich die Behörden für den jungen Mann.

Die staatlich gelenkte, ägyptische Zeitung „Al-Ahram“ veröffentlichte am Montag Fotos des jungen Mannes bei der Sicherheitskontrolle und am Check-in am Flughafen Kairo. Dem Bericht zufolge soll eine Befragung der ägyptischen Behörden gezeigt haben, dass der junge Mann an die Ideologie der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) glaube. Demnach habe er Online-Verbindungen zu IS-Mitgliedern und sei nach Ägypten gekommen, um sich terroristischen Elementen im Norden der Sinai-Halbinsel anzuschließen, heißt es in dem Bericht weiter.

Der 18-Jährige galt seit Mitte Dezember zunächst als verschwunden, als er über Luxor in das nordafrikanische Land einreisen wollte. Wir berichteten über die ungewisse Situation in seiner Familie und sprachen mit seinem Vater. Erst vergangene Woche hatte das Auswärtige Amt bestätigt, dass sich der Mann in Gewahrsam der ägyptischen Behörden befindet.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft teilte am Mittag mit, dass sie gegen den 18-Jährigen ermittelt, wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

Empfohlene Kanäle