Foto: imago/ Markus van Offern

Gericht hat entschieden: Mann muss 170 Euro für's Ausnüchtern bezahlen

Wer von der Polizei in eine Ausnüchterungszelle gesteckt wird, muss auch dafür zahlen. Das hat das Verwaltungsgericht Gießen am Montag entschieden. Geklagt hatte ein Mann, der sich geweigert hatte, die rund 170 Euro für die "polizeiliche Unterkunft" zu zahlen.

Im "Service" der Polizeizelle waren demnach Reinigung und Kosten für eine Blutabnahme enthalten. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die Beamten die Gebühr von 170 Euro zurecht und mit den zugrundeliegenden Vorschriften erhoben hatten. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. In dem konkreten Fall ging es um einen Polizeieinsatz im August 2017 im Kreis Gießen. Der Kläger sei damals betrunken gewesen und mit seinen Nachbarn in Streit geraten, berichtete die Sprecherin weiter. Die Polizei rückte an und nahm den Mann für einige Zeit in Gewahrsam. Das Gericht hatte noch einen ähnlichen Fall aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf verhandeln wollen. Doch der Termin wurde aus Krankheitsgründen verschoben.

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