Mordfall Johanna Bohnacker: Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haftstrafe

Am 09.11.2018 veröffentlicht

Plädoyers im Mordprozess um den Tod der kleinen Johanna Bohnacker: Vor dem Landgericht Gießen hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert.

Rick J., der mutmaßliche Mörder von Johanna Bohnacker aus Ranstadt, soll lebenslang in Haft. Das hat die Staatsanwaltschaft vor dem Gießener Landgericht gefordert. Zusätzlich stellte Staatsanwalt Thomas Hauburger die besondere Schwere der Schuld fest. Das bedeutet, dass es so gut wie ausgeschlossen ist, dass der heute 42 Jährige jemals früher aus der Haft entlassen wird.

Der Angeklagte soll im September 1999 die damals acht Jahre alte Johanna Bohnacker aus Ranstadt in der Wetterau in sein Auto gezerrt, sexuell missbraucht und getötet haben. Erst 20 Jahre nach der Tat gelang es den Ermittlern den mutmaßlichen Mörder zu fassen. Ermittlungen in einem anderen Fall hatte die Polizei auf die Spur des Mannes aus Friedrichsdorf geführt.

Seit April steht der Angeklagte vor Gericht. Laut ihm handelt es sich bei der Tat um einen Unfall. Das Urteil soll voraussichtlich im am 19. November 2018 gesprochen werden.

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