Gutachter im Sprungturm-Prozess: 12-jährige Sina schlug mit Kopf auf Felsen auf

Am 14.02.2019 veröffentlicht

Das Landgericht Gießen muss den tödlichen Unfall eines Mädchens in einem Kletterpark in Schotten aufklären. Dabei helfen sollen die Angaben eines Rechtsmediziners zur genauen Todesursache des Kindes. Der Gutachter geht davon aus, dass die verunglückte Zwölfjährige mit dem Kopf auf einen Felsen aufgeschlagen ist.

Ihre schweren Verletzungen seien die Folge eines Aufpralls auf harten Untergrund, sagte der Rechtsmediziner am Donnerstag vor dem Landgericht Gießen. "Da kommt dieser Felsbrocken in Betracht", so der Mediziner. Eine Landung auf dem Grasboden hätte demnach zu anderen als den festgestellten Kopfverletzungen geführt. Selbst wenn das Kind dort aufgekommen wäre, sei ein tödlicher Ausgang möglich und ähnlich wahrscheinlich gewesen. Allerdings sei der Verlauf derartiger Verletzungen nicht vorhersehbar.

Das Mädchen war im August 2015 von dem in einem Kletterpark in Schotten (Vogelsbergkreis) aufgebauten Turm gestürzt und nach mehreren Wochen im Koma gestorben. Die Parkbetreiber stehen seit Anfang der Woche wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht, weil Sicherheitsvorkehrungen missachtet worden sein sollen.

Wir haben zuvor über den Prozessauftakt berichtet. Aucn die Eltern des Mädchens kommen in unserem Beitrag zu Wort.

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