Zurück ins Leben: Suizid-Tagung soll Betroffenen helfen

Am 12.04.2019 veröffentlicht

Alle 53 Minuten nimmt sich ein Mensch in Deutschland das Leben, trotzdem ist Suizid für viele immer noch ein Tabuthema. Genau das wollen Kristina Dernbach und Stefan Lange ändern. Sie sind bei der ersten Suizid-Tagung in Deutschland von Betroffenen für Betroffene dabei. 

Vor 25 Jahren schluckt Stefan Lange eine Überdosis Tabletten. Eine Trennung stürzt ihn in eine tiefe Lebenskrise. Die macht ihn so kaputt, dass er keinen anderen Ausweg mehr sieht, als sich das Leben zu nehmen. Der 54-Jährige schafft es aber, diesen Tiefpunkt zu überwinden und findet durch eine Therapie langsam wieder zurück ins Leben.

Bei der ersten deutschlandweiten Suizid Tagung in Gießen möchte er seine neue Lebenskraft weitergeben und anderen Betroffenen Mut machen. Kristina Dernbach vom Bundesverband Psychatire-Erfahrener und Leilani Engel leiten die Tagung, bei der sich Betroffene untereinander austauschen. Die Tagung startet am Samstag, 13. April um 10:30 Uhr in der Kongresshalle Gießen.

Ebenfalls auseinandergesetzt mit dem Thema Suizid haben sich die zwei Elftklässler Noah und Christian aus Marburg. Sie haben einen Kurzfilm mit dem Titel "Alleine" produziert, der beim Klickwinkel-Wettbewerb den ersten Platz abgeräumt hat.

Die bewegenden Geschichten und Infos zur Tagung hat Reporterin Lea Wagner im Videobeitrag zusammengefasst.

Hinweis: Sollten Sie betroffen sein und sich regelmäßig mit Selbstmordgedanken konfrontiert sehen, erhalten Sie professionelle Hilfe bei der Nummer gegen Kummer oder der Telefonseelsorge: 0116 111 Mo-Sa 14-20 Uhr oder 0800/1110111 rund um die Uhr.

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