20 minütige Geisterfahrt: Irrfahrt auf A67 geht glimpflich aus

Am 05.11.2018 veröffentlicht

Rund 21 Kilometer lang ist ein betrunkener LKW-Fahrer am Samstag auf der Autobahn 67 nahe bei Büttelborn in die falsche Richtung gefahren. Am Darmstädter Kreuz wechselte er auf die A5 und gab weiter Gas. Glücklicherweise konnte die Polizei Schlimmeres verhindern.

Immer wieder kam es während der Geisterfahrt zu gefährlichen Situationen mit entgegenkommenden Fahrzeugen. Ein Auto krachte seitlich in den Lastwagen. Die 32 Jahre alte Frau am Steuer und der Mann neben ihr verletzten sich dabei leicht. Sie kamen ins Krankenhaus. Mehrere Autos fuhren über herumliegende Trümmerteile. Der Schaden liegt laut Polizei bei rund 50.000 Euro. Nachdem die Polizei den Fahrer nach rund 20-minütiger Fahrt stoppen konnte, fanden sie in der Fahrerkabine zwei Flaschen Whiskey und stellten bei dem 47-Jährigen einen Blutalkoholwert von 1,48 Promille fest. Der Fahrer wurde anschließend von den Beamten festgenommen.

Geisterfahrer rasen meist auf der linken Spur

Rund 2.000 Geisterfahrer werden jährlich in Deutschland gemeldet. Laut Johannes Hübner vom "Automobilclub von Deutschland" ist das extrem gefährlich: "Der Geisterfahrer hat ja noch das Gefühl, er will auf der rechten Spur fahren. Das heißt er fährt damit automatisch auf der schnellsten, auf der linken Überholpur. Und da wird er oft sehr spät gesehen und die Aufprall- und Ausweichgeschwindigkeiten sind extrem hoch."

Um das künftig zu vermeiden, testen bereits einige Autohersteller Sensoren, die "Einfahrt verboten"-Schilder erkennen und Fahrer anschließend warnen.

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