Das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald war Ziel des Schulausflugs. (Foto: dpa)

Antisemitische Lieder nach KZ-Besuch: Ermittlungen gegen Grünberger Schüler

Ein Schulausflug in das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald endete für drei Schüler aus dem hessischen Grünberg mit einer Anzeige: Sie sollen auf der Rückfahrt antisemitische Lieder abgespielt haben.

Wegen Verdachts der Volksverhetzung ermittelt nun seit gestern die Polizei Gießen gegen die 14-Jährigen. Und auch der hessische Kultusminister schaltet sich ein: "Hetzerische Lieder und Beleidigungen sind kein Kavaliersdelikt. Den Jugendlichen muss deutlich vor Augen geführt werden, dass wir so etwas in unserem Land nicht dulden", erklärt Alexander Lorz (CDU). Landrätin Anita Schneider (SPD) und Schuldezernentin Christiane Schmahl bekräftigen diese konsequente Entscheidung.

Schule steht für Extremismus-Prävention

Die Schüler sollen am 15. Oktober auf dem Rückweg von dem Schulausflug zur Gedenkstätte Buchenwald in Thüringen die Lieder im Bus abgespielt und mitgesungen haben. Die Fahrt fand im Rahmen eines Projektes zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus statt. Die Theo-Koch-Schule in Grünberg soll laut Landrat bereits mehrfach für ihre Arbeit in der Extremismus-Prävention ausgezeichnet worden sein.

Themen
Kommentare