Mistel-Plage in Lich: Streuobstwiesen bedroht

Am 07.02.2020 veröffentlicht

Die Obstbäume in Ober-Bessingen, einem Ortsteil von Lich, haben in den Wintermonaten mit einer wahren Plage zu kämpfen. Immer häufiger breiten sich kleine grüne Mistelbüsche an den kahlen Ästen aus.

"Der Stand ist alarmierend und ich schätze, dass bestimmt 30 bis 40 Prozent der Obstbäume hier befallen sind", sagt Carl-Albert Götz vom Obst- und Gartenbauverein Ober-Bessingen. Er ist besorgt über die rasante Ausbreitung der Misteln an seinen Obstbäumen. Der Parasit entzieht den Bäumen Nährstoffe und die Flüssigkeit, sodass der Baum austrocknet, wenn man nichts dagegen unternimmt.

Verbreitung durch Vögel

Viele Apfelbäume sind in Ober-Bessingen schon abgestorben. Besonders rasant verbreiten sich die kugelförmigen Büsche durch Vögel. Die fressen die weißen Beeren des Halbschmarotzers und sorgen so für eine rasche Verbreitung. Daher hilft nur eins: Die Bäume müssen radikal zurückgeschnitten werden, etwa 50 Zentimeter ins gesunde Holz hinein.

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