Tschüss Merkel!: Annegret Kramp-Karrenbauer wird neue CDU-Vorsitzende

Am 07.12.2018 veröffentlicht

Annegret Kramp-Karrenbauer wird neue Bundesvorsitzende der CDU. Beim 31. Bundesparteitag im Hamburg konnte sie sich im zweiten Wahldurchgang mit insgesamt 517 von 999 abgegebenen Stimmen gegen Friedrich Merz durchsetzen. Nötig war eine Mehrheit von 500 Stimmen. Jens Spahn erhielt im ersten Wahldurchgang 157 Stimmen und damit rund 15 Prozent.

Ära Merkel geht zu Ende

18 Jahre leitete Angela Merkel als Parteivorsitzende die Geschicke der Christdemokraten. Beim 31. Bundesparteitag in Hamburg hielt sie am Freitag ihre letzte Rede als CDU-Chefin und fand darin lobende Worte für ihre Partei, resümierte ihre Amtszeit und formulierte Zukunftsaufgaben, die es nun ohne ihre Teilhabe als Vorsitzende zu stemmen gilt. 

"Es ist diese Fröhlichkeit im Herzen, die ich meiner Partei auch für die Zukunft wünsche", sagte Angela Merkel ungewohnt emotional. "Wohin uns nicht enden wollender Streit führt, haben CDU und CSU in den letzten Jahren bitter erfahren", fügte sie in ihrer letzten Rede als Parteichefin warnend hinzu. Die 1001 Delegierten honorierten ihren Auftritt mit rund zehnminütigem, stehendem Applaus.

Hessischer Anwärter blieb realistisch

Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn standen in den letzten Wochen im Fokus der politischen Berichterstattung. Allerdings gab es abseits der drei prominentesten Anwärter noch eine Handvoll mehr. Darunter befand sich auch der Hesse Andreas Ritzenhoff.

An eine realistische Chance auf die Nachfolge Merkels hatte der mittelständische Unternehmer aus Marburg nicht wirklich geglaubt. "Es geht gar nicht so um meine Chancen, es geht darum, dass wir über Politik reden und dass ich einen Beitrag dafür leiste, dass wir über die Zukunft des Landes und Europas sprechen, das ist mir wichtiger", sagte uns Andreas Ritzenhoff vor gut zwei Wochen im Interview. Mit seiner Kandidatur wollte er Europa stärken und kleine sowie mittelständische Unternehmen stärken. Ihm ging es mehr darum ein Zeichen zu setzen, als tatsächlich Angela Merkel zu beerben.

 

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