Prozessauftakt in Hanau: 43-Jähriger ersticht Ehefrau vor den Augen seiner Tochter

Am 13.08.2020 veröffentlicht

Es ist eine Tat, die noch immer schwer zu fassen ist: Im Februar dieses Jahres soll Rudolf H. aus Bad Soden-Salmünster seine Frau und Mutter seiner beiden Kinder mit einem Küchenmesser getötet haben. Jetzt muss sich der 43-Jährige vor Gericht in Hanau für den Mord verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann mit kroatischer Staatsangehörigkeit Mord aus niedrigen Beweggründen vor – die bevorstehende Trennung des Paares soll Auslöser der Tat gewesen sein. Laut Anklage habe der Mann eine Trennung nicht akzeptieren wollen und angekündigt, die Frau zu töten. Nach der Rückkehr von einer Reise soll der 43-Jährige vermutet haben, dass seine Frau bereits einen Anwalt kontaktiert habe, um die Scheidung einzureichen. In den frühen Morgenstunden sei es deshalb zu einem lauten Streit gekommen, in dessen Verlauf der 43-Jährige in der Küche zu einem 20 Zentimeter langen Messer gegriffen und der Frau zunächst einen Stich in den Oberkörper versetzt haben soll. Anschließend habe er ihr noch zweimal in den Bauch gestochen. Die Frau starb noch am Tatort. Der mutmaßliche Täter flüchtete zunächst, stellte sich aber in Aschaffenburg der Polizei. Zum Auftakt des Prozesses schwieg der 43-Jährige zu den Vorwürfen. Sein Verteidiger geht davon aus, dass es sich bei der Tat um einen Totschlag im Affekt gehandelt habe. 

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