Vor dem Landgericht in Hanau: Prozess gegen Prostitutions-Netzwerk

Am 21.05.2019 veröffentlicht

Vor dem Landgericht Hanau hat am Dienstag der Prozess wegen eines Prostitutions-Netzwerks mit Transsexuellen aus Thailand begonnen. Das Netzwerk soll deutschlandweit operiert haben. Angeklagt sind fünf mutmaßliche Bordellbetreiber.

Die Vorwürfe richten sich gegen einen deutschen Staatsangehörigen und vier thailändische Frauen. Nach einer Stunde Verspätung begann der Prozess, da sich die Anfahrt von einer in einem nordhessischen Gefängnis untergebrachten Angeklagten verzögerte.

Gemeinsam mit anderen Mittätern sollen sie die Prostituierten per Flugzeug nach Deutschland eingeschleust haben. Laut Anklage soll es sich um Männer handeln, die sich einer Geschlechtsumwandlung zur Frau unterzogen hatten. Dies geschehe in Thailand teils bereits mit der Absicht, sich zu prostituieren. Dazu soll es eine große Nachfrage in Bordellen geben.

Zunächst sollen die Prostituierten laut Anklage in Bordellen in Siegen gearbeitet haben. Dann wurden sie bundesweit an weitere Orte, darunter Maintal, Rodgau und Gießen in Hessen gebracht. Ihnen wird Zwangsprositution vorgeworfen, gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern, Ausbeutung von Prostituierten, Vorenthalten und Veruntreuung von Arbeitsentgelt sowie Steuerhinterziehung.

Unser Reporter Rafael Fleischmann berichtet in seinem Videobeitrag von dem Prozess.

Empfohlene Kanäle