Prozessauftakt in Hanau: Tanja B. soll Lebensgefährten erstochen und zersägt haben

Am 07.12.2018 veröffentlicht

Am Freitag hat in Hanau der Prozess wegen Totschlags gegen die 35-jährige Tanja B. begonnen. Sie soll ihren Lebensgefährten im Juni dieses Jahres getötet und anschließend zerstückelt haben.

Laut Anklage soll Tanja B. ohne Vorwarnung auf ihren Lebensgefährten eingestochen haben. Der Mann erleidet schwere Verletzungen am Hals und verblutet in der gemeinsamen Wohnung in Steinau an der Straße. Laut eigener Aussage habe die Angeklagte dann die Leiche zersägt, um die Tat zu vertuschen. Auf ihrer Flucht schickt sie Freunden des Toten eine Sprachnachricht, in der sie erklärt, ihren Lebensgefährten aus Notwehr erstochen zu haben.

Für die Staatsanwaltschaft ein klarer Fall: "Wir haben die Angeklagte wegen Totschlags angeklagt. Wir sehen es als nachgewiesen an, dass sie ihren Lebensgefährten mit 31 Messerstichen getötet hat und dann mit Elektrosägen in sechs Teile geteilt hat", erzählt uns der Hanauer Oberstaatsanwalt Dominik Mies. Der Verteidiger von Tanja B. spricht von verminderter Schuldfähigkeit, da seine Mandantin unter dem Boderline-Syndrom, einer Persönlichkeitsstörung, leide. 

Insgesamt sind sechs weitere Verhandlungstage angesetzt. Tanja B. wolle sich laut ihres Verteidigers beim nächsten Termin zu den Vorwürfen äußern. Ein Urteil wird Ende Januar erwartet. Im Falle einer Verurteilung droht ihr eine lebenslange Haftstrafe. 

Reporter Andreas Schopf berichtet.

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