Hilferuf der Hebammen: Jetzt soll die Landesregierung reagieren

Am 14.05.2019 veröffentlicht

Schwangere Frauen und junge Mütter haben tausend Fragen: Wie ist das mit der Geburt? Warum schreit mein Kind? - Da sind Hebammen wichtige Helfer! Doch viele Hessinnen gehen beim Hebammen-Lotto leer aus, weil es zu wenige gibt. Wir haben mit Hebamme Anika Spahn aus Wiesbaden gesprochen.

So wie viele andere möchte Anika Spahn nicht nur mehr Anerkennung, sondern auch mehr Sicherheit in ihrem Beruf. Hunderte Kinder hat die Wiesbadenerin vor und nach ihrer Geburt begleitet. Ein Job, der weniger vom Geld und mehr vom Herzblut lebt: "Man erlebt neue Menschen, neue Umgebungen, es ist jede Geburt anders", sagt uns Spahn im Interview mit Reporter Benjamin Holler.

Sozialminister Kai Klose will über einen Runden Tisch die Heammenversorgung in Hessen verbessern. Am Dienstag geht es in dem Treffen um eine bessere Vergütung der Beschätigten, mehr Ausbildungsplätze sowie um die Einführung eines hessischen Hebammengeldes. Wie diese finanzielle Unterstützung des Landes konkret aussieht, sei noch nicht abschließend geklärt.

Kaiserschnitt-Zahlen in Hessen auch Thema

Beim Runden Tisch soll auch über die Entwicklung der Kaiserschnitt-Geburten in Hessen gesprochen werden. Denn: Jedes dritte Kind kommt hier per Kaiserschnitt zur Welt. Bei den 56.706 Geburten im Jahr 2017 haben 18.845 auf diesem Weg entbunden - das sind 33 Prozent. In den meisten Fällen - etwa 53 Prozent - handelte es sich um einen nicht geplanten Kaiserschnitt.

Hier finden Sie eine Hebamme

Zentrale Datenbanken für Hebammen in Hessen finden Sie auf den Webseiten von Hebammensuche.de, Babyclub.de und Hebliste.de. Auf den Seiten können Sie Ihre Postleitzahl und den Entbindungsmonat angeben. Ihnen werden dann Hebammen aus der Gegend angezeigt.

Empfohlene Kanäle