Untersuchungen abgeschlossen: Es ist der entflohene Wolf aus dem Wildpark Knüll

Am 28.02.2019 veröffentlicht

Es ist der entflohene Wolf aus dem Tierpark Knüll. Auf der A6 bei Heilbronn wurde vergangene Woche ein Wolf überfahren und tödlich verletzt. Experten untersuchten den mutmaßlichen Wolfskadaver und das Erbgut.

Bei dem in Baden-Württemberg überfahrenen Tier handelt es sich um den vermissten Wolf aus dem nordhessischen Wildpark Knüll. Das ergaben Untersuchungen des Kadavers am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin, wie das baden-württembergische Umweltministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Demnach trug das überfahrene Tier einen Chip und konnte so als jener Wolf identifiziert werden, der Mitte Januar aus dem Wildpark Knüll in Nordhessen ausgebrochen war. In der Nacht zum Dienstag soll das Tier verendet sein, es kam unter die Räder eines Fahrzeugs. Die Unfallstelle liegt in der Nähe von mehreren Orten im Ordenwald, in denen ein Wolf kürzlich erst gesichtet worden war.

Die Entfernung zwischen dem Fundort des toten Tieres und dem Wildpark beträgt etwa 280 Kilometer. Diese Strecke könnte ein Wolf zurücklegen, so ein Sprecher des Schwalm-Eder-Kreises. Nun wird der Kadaver untersucht. Die DNA-Spuren des Tieres werden vom Forschungsinstitut Senckenberg untersucht. Derzeit vergleichen Experten die Spuren des toten Tieres mit dem hinterlegten Erbgut des ausgebrochenen Wolfs.

Am 18. Januar waren zwei Wölfe aus ihrem Gehege im Wildpark Knüll ausgebrochen. Ein Wolf wurde aus Sicherheitsgründen erschossen, dem zweiten Tier gelang die Flucht. Seitdem versuchte der Wildpark das Tier einzufangen, eingerichtete Futterstellen und Lebendfallen blieben erfolglos.

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