Bärenstarker Brauch: Die Strohbären aus Heldra sind zurück

Am 07.03.2019 veröffentlicht

Männer komplett eingewickelt in Stroh, die aussehen wie Bären - Das gibt es nur in Wanfried-Heldra im Werra Meißner Kreis. Der Brauch ist nicht nur ein echtes Highlight in der ganzen Region, er vertreibt auch noch den Winter.

Einmal im Jahr, immer an Aschermittwoch, ist wortwörtlich der Bär los in der osthessischen Gemeinde Heldra. Was für andere eher nach einer lustigen Verkleidung aussieht, ist für die Männer purer Stolz. Jeder möchte einmal ein Strohbär sein dürfen. Zwei Stunden werden die Männer am ganzen Körper mit Stroh eingewickelt. Danach laufen sie fast sieben Stunden mit 30 Kilo Stroh durch die Ortschaft. Bis zu 50 Grad warm kann es in einem solchen Kostüm werden. Außerdem beeindruckend, dass sich die teilnehmenden Männer dafür sogar Urlaub nehmen. 

Aber es ist einfach das Highlight des Jahres in Heldra und auch weit über die Region hinaus feiern die Menschen den ungewöhnlichen Brauch und kommen zu Hunderten in die Gemeinde, um beim Strohbärentag dabei zu sein. Musikalisch begleitet werden sie von einer Kapelle und vielen Zuschauern an der Strecke. Hinter dem ganzen Spaß steckt aber auch ein tieferer Sinn. Die Tradition findet jedes Jahr statt, um den Winter zu vertreiben. 

Luisa Vollmert und Tim Kirschsieper waren beim traditionellen Strohbärentag dabei. 

 

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