ADAC-Bilanz 2019: Weniger Staus, aber dafür länger

Hessens Autofahrer hatten im Jahr 2019 zwar mit weniger Staus zu kämpfen, dafür aber mit längeren Standzeiten. Im bundesweiten Vergleich schneidet Hessen bei der Staubelastung überdurchschnittlich gut ab.

Dem ADAC zufolge sei es im vergangenen Jahr zu insgesamt 57.699 sogenannten "Stauereignissen" auf Hessens Autobahnen gekommen. Alle Stau-Kilometer zusammengerechnet ergeben dabei eine Gesamtlänge von etwas mehr als 112.000 Kilometern. Im Im Jahr 2018 waren es hingegen knapp 130.000 Kilometer. Besonders das Rhein-Main-Gebiet war von hohen Standzeiten betroffen. Gründe hierfür sind neben Bauarbeiten auch ein Anstieg des Verkehrsaufkommens.

Für 2020 mehr Bauarbeiten erwartet

Die höchste Verkehrsbelastung liege regelmäßig in den Morgen- und Nachmittagsstunden im Berufsverkehr vor. Und donnerstags müssen sich die Hessen besonders gedulden, denn hier stockt der Verkehr durchschnittlich am meisten. "Für 2020 ist zu erwarten, dass die Bautätigkeit auf Hessens Autobahnen noch zunehmen wird", erklärt ADAC-Verkehrsexperte Wolfgang Herda. "Im Fokus steht dabei vor allem der Erhalt von Brückenbauwerken. Autofahrer sollten sich vorab über mögliche Staus informieren und - wenn möglich - ausweichen oder antizyklisch fahren."

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