Bundeswirtschaftsminister in Hessen: Altmaier informiert sich über Ausbau der Stromnetze

Am 08.02.2019 veröffentlicht

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier reiste am heutigen Freitag zu einer "Netzausbaureise" nach Hessen. Der CDU-Politiker wollte sich über den Bau neuer Stromleitungen im Zuge der Energiewende informieren. Frank Caspers war vor Ort.

In Idstein besuchte er ein Projekt des Übertragungsnetzbetreibers Amprion. In Wiesbaden kam Altmaier am Vormittag mit dem hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir zusammen. Es ist seine dritte Netzausbaureise.

Altmaier musste sich auf Widerstände einstellen

In Deutschland steigt der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung stetig an. Der an den Küsten erzeugte Windstrom muss aber in die großen Verbrauchszentren im Süden transportiert werden. Dazu sind tausende Kilometer neuer Stromleitungen notwendig. Der Netzausbau kommt aber nicht voran, auch weil es vor Ort Widerstände etwa gegen neue Strommasten gibt. So auch in Niedernhausen im Rheingau-Taunus-Kreis, wo sich Altmaier mit Ultranet-Gegnern am Abend trifft. Diese haben bereits vorab zu einer Demonstration aufgerufen. Altmaier hatte bereits ein Gesetz auf den Weg gebracht, um den Netzausbau zu beschleunigen. So müssen für die Stromtrasse quer durch Hessen, alte Strommasten genutzt werden. Hier fließt dann Gleichstrom, statt Wechselstrom. Die Strommengen werden um ein vielfaches höher sein. Viele Ortsbürgermeister fordern, Ultranet soll einen Bogen um die Orte machen. Denn die Anwohner fühlen sich durch die Strommasten direkt an ihren Häusern unsicher. Ein Mindestabstand von mindestens 400 Metern sei angemessen.

Alternative wäre Erdverlegung

Die Leitungen gehörten in die Erde, forden die Bürgerinitiativen. Sie schlagen eine Verlegung längs der A 3 vor.  Auch seien  bei derartigen Leitungen die Auswirkungen auf die Gesundheit noch vollkommen unerforscht. Altmaier stellt sich gerade den Fragen der Bürgern. Der Unmut wird durch eine Demonstration in Niedernhausen der Ultranet-Gegner deutlich. Dort zieht man am Abend durch die Innenstadt mit Start am Rathaus.

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