Die gängigsten Mythen: Was muss der Taxifahrer und was darf er sein lassen?

Am 27.11.2018 veröffentlicht

Um die Beförderung im Taxi ranken sich viele Mythen. Darf ich mit dem Fahrer einen Festpreis aushandeln? Muss der Fahrer mein Gepäck mitnehmen? Habe ich freie Taxi-Wahl oder muss ich beim ersten Fahrzeug in der Warteschlange einsteigen? Unser Reporter Philip Hinken hat sich in Frankfurt auf die Suche nach Antworten begeben.

Nachfolgend lesen Sie die gesetzlichen Regelungen für die Beförderung im Taxi noch einmal zusammengefasst:

Wie viel Gepäck darf ich mitnehmen?

Kein Scherz: Hin und wieder kommt es vor, dass Privatpersonen versuchen, Taxifahrern halbe Umzüge aufzudrücken. Taxifahrer müssen zwar Gepäck mitnehmen, allerdings nur so viel wie auch sicher transportiert werden kann – das Maximum liegt bei 50 Kilogramm.

Muss man immer das erste Taxi nehmen?

Groß ist die Konkurrenz auf dem Taxi-Markt. Jeder kennt das ungeschriebene Gesetz, dass man immer beim Fahrer in der ersten Reihe einsteigen muss. In der Regel wahren Taxifahrer die Etikette, warten bis sie an der Reihe sind und schnappen den Kollegen keine Kundschaft weg. Wenn es nach dem Gesetz geht, besitzen Fahrgäste ein freies Wahlrecht. So werden beispielsweise auch Fahrer belohnt, die gesondert Wert auf Sauberkeit legen.

Darf man einen Pauschalpeis aushandeln?

Innerhalb von Stadtgrenzen sind Taxifahrer gesetzlich dazu verpflichtet, sich an den jeweiligen Tarif zu halten. Bei längeren Fahrten besteht die Möglichkeit, einen Pauschalpreis auszuhandeln. Auch, wenn Ralf Müller-Lühmann, Anwalt für Verkehrsrecht, das als grenzwertig erachtet.

Muss der Fahrer jede Fahrt akzeptieren?

Was wenn man nur schnell an die andere Straßenseite gebracht werden? Fahrer machen das aus nachvollziehbaren Gründen ungern, befinden sich innerhalb der Stadtgrenzen aber in einem Pflichtfahrgebiet und müssen beispielsweise auch kurze Fahrten anbieten.

Es gibt Ausnahmen

Sofern ein Taxi nicht über den entsprechenden Kindersitz verfügt, darf der Fahrer Fahrten mit Kleinkindern ablehnen. Extrem betrunkene und aggressive Gäste darf er ebenfalls ablehnen.

 

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