Hessische Wälder leiden unter der Hitze: Borkenkäfer vermehren sich massiv

Am 30.07.2019 veröffentlicht

Den hessischen Wäldern geht es zunehmend schlechter und schuld daran ist ein fünf Millimeter großer Schädling: der Borkenkäfer. Schon im vergangenen Jahr haben die Käfer die Fichten befallen, viele mussten deswegen gefällt werden und in diesem Jahr ist die Lage fast noch schlimmer.

Dass die aktuelle Hitzewelle und lang anhaltende Trockenheit den Wäldern zu schaffen machen, ist längst kein Geheimnis mehr. Dadurch haben jedoch Schädlinge wie der Borkenkäfer die perfekten Bedingungen, sich zu vermehren, und die Nadelbaumbestände sterben ab. Laut der Hessen Forst musste jetzt schon dreimal so viel Holz geernet werden wie in einem normalen Jahr. Für André Schulenberg von Hessen Forst ist es eine ökologische Katastrophe, denn es wurden bereits über 7.000 Hektar Fichtenwald gerodet. Das Problem dabei ist, dass die Bäume nicht genug Wasser bekommen und keine Kraft haben, sich gegen den Schädling zu wehren. 

Das Bild ist überall das gleiche: Braune Fichten, die eigentlich das ganze Jahr über grün sind – alle befallen vom Borkenkäfer. Die Auswirkungen werden für alle sichtbar sein, die im Wald unterwegs sind. Wie die Wälder noch zu retten sind, erzählen unsere Reporter Alex Pitronik und Jakob Homburg im Videobeitrag. 

Empfohlene Kanäle