Lokführer kann sich rechtzeitig wegducken: Gully-Angriff auf Regionalbahn - Mordversuch?

Am 15.04.2019 veröffentlicht

Unbekannte haben in der Nacht zum Samstag mehrere Gullydeckel an einer Strickkonstruktion über die Bahnstrecke zwischen Erndtebrück und Bad Berleburg befestigt. Die Deckel durchschlugen die Frontscheibe eines Zuges der Hessischen Landesbahn. Dadurch wurde der 49-jährige Lokführer leicht verletzt. Die Behörden sprechen von einem Mordversuch, deshalb sei nun eine Mordkommission eingerichtet worden.

Die Ermittler sehen keine Hinweise auf einen Terroranschlag, sagte ein Polizeisprecher am Montag zur deutschen Presseagentur. Da die Gullydeckel an einer Strickkonstruktion über der Bahnstrecke hingen, handele es sich nach Polizeiinformationen um ein planmäßiges Handeln. Wegen einer geplanten Leerfahrt waren keine Fahrgäste an Bord.

Jetzt äußerte sich auch die HLB zum Vorfall: "Das war ein ungeheuerlicher Anschlag, bei dem bewusst der Tod eines Menschen in Kauf genommen wurde. Es handelt sich um keinen sogenannten Dumme-Jungen-Streich. Da ist jemand geplant und mit krimineller Energie vorgegangen. Wir sind sehr betroffen und erschrocken", sagte HLB-Sprecherin Sabrina Walter am Montag zur Deutschen Presseagentur. 

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