Hormonelle Verhütung: Ist die Antibabypille wirklich ungefährlich?

Am 08.08.2018 veröffentlicht

Sie ist immer wieder ein heiß diskutiertes Thema: die Antibabypille. Vor allem junge Frauen kriegen sie von der Frauenärztin oder dem Frauenarzt schnell verschrieben, da sie zunächst einfach in der Anwendung ist und sicher schützen soll. Doch sollte die Pille wirklich so bedenkenlos eingesetzt werden?

Die 24-jährige Nahal stirbt vor vier Jahren fast nach einer Thrombose im Bein  an einer Lungenembolie. Ausgelöst hatte das die Antibabypille. Durch die Hormone in der Pille verändern sich auch der Stoffwechsel und die Blutgerinnung im Körper. Normalerweise erkranken Menschen an einer Thrombose, wenn das Blut zu dick ist und sich an einer Stelle anstaut. Das Bündel, das sich dort bildet, verhindert, dass das Blut normal zirkulieren kann.

In Nahals Fall hat sich durch die Pille dieses Bündel gebildet und ist unglücklicherweise nicht in ihrem Bein geblieben, sondern bis hoch in die Lunge gewandert und hat sich dort festgesetzt. Ihre Lunge konnte nicht mehr richtig arbeiten und es kam zu einer Lungenembolie. Sie kann mit einer Notoperation gerettet werden.

Erhöhtes Risiko durch Rauchen und Übergewicht

Generell lässt sich sagen, dass es Risikofaktoren gibt, die eine Thrombose begünstigen. Rauchen, Übergewicht und keine Bewegung in Kombination mit der Pille erhöhen das Risiko deutlich. Viele Frauen erhoffen sich eine bessere Haut oder weniger starke Regelschmerzen - doch der Trend geht hin zu einer hormonfreien Verhütung. Darüber haben wir in unserem Studio-Talk mit Gynäkologin Anna Bozer gesprochen.

Verhütungsmethoden im Überblick:

  • Kondom
  • Antibabypille
  • Hormonspirale
  • Hormonimplantat
  • Kupferspirale
  • Verhütungsring
  • Diaphragma
  • Dreimonatsspritze

Außerdem gibt es auch die "natürlichen" Verhütungsmethoden bei der man sich auf die Temperatur, sowie den Zervixschleim konzentriert. Diese natürlichen Methoden der Familienplanung erfordern Bereitschaft, sich mit dem eigenen Körper auseinanderzusetzen und machen in dieser Zeit der fruchtbaren Tage ein zusätzliches Verhütungsmittel (z.B. Kondome) oder Enthaltsamkeit notwendig.

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