Verhärtete Fronten im UFO-Streik: Lufthansa lässt Gewerkschaft prüfen

Am 21.10.2019 veröffentlicht

Am Wochenende haben die in der Gewerkschaft UFO organisierten Flugbegleiter ihre Arbeit nieder gelegt. Die Auswirkungen auf den Flugverkehr blieben besonders am Frankfurter Flughafen übersichtlich.

Immerhin: In der laufenden Woche wolle UFO auf weitere Warnstreiks im Lufthansa-Konzern verzichten. Das habe man nach einer ersten Abstimmung mit den Tarifkommissionen entschieden, sagte  UFO-Vize Daniel Flohr. Am Sonntag hatte die Gewerkschaft 19 Stunden lang vier Tochtergesellschaften der Lufthansa bestreikt.

Flohr wertete den Ausstand als Erfolg. Die Kabinenmitarbeiter hätten sich "mit großer Mehrheit" an der Arbeitsniederlegung beteiligt. Lufthansa hatte hingegen mitgeteilt, dass sich bei den bestreikten Betrieben mehr als 90 Prozent der Crews zum Dienst gemeldet hätten. Nun wurde eine Urabstimmung über unbefristete Streiks eingeleitet. Diese sollen zum 1. November abgeschlossen werden.

UFO: Lufthansa habe keinen Erstzplan erstellt

Die UFO hielt dem Unternehmen vor, den Kunden einen 'Bärendienst' erwiesen zu haben, indem man die planmäßige Durchführung aller Flüge versprochen habe. Die Passagiere hätten so oftmals erst am Flughafen erfahren, dass ihr Flug zu den gestrichenen Verbindungen gehörte.

Flugbetrieb wieder normal

Nach dem Warnstreik ist der Flugbetrieb am Montag wieder normal angelaufen. "Wir können unser übliches Angebot fliegen", sagte eine Konzernsprecherin. Sie bestätigte die geschätzte Zahl von rund 100 Starts, die am Sonntag in der Folge des erst um Mitternacht beendeten Streiks an deutschen Flughäfen abgesagt werden mussten. Der Lufthansa war es damit nicht gelungen, die Arbeitsniederlegungen komplett ins Leere laufen zu lassen. Man werde das Geschehen bewerten und prüfe weiterhin juristische Schritte, sagte die Sprecherin.

Was Flugreisende vom Streik halten, zeigt das Video von Anna Pauly und Benjamin Holler.

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