Integration leicht gemacht: Mit Sport Sprache lernen

Am 18.10.2019 veröffentlicht

Menschen, die aus ihrem Heimatland fliehen und alles hinter sich lassen müssen, machen keine leichte Zeit durch. Unter ihnen sind häufig auch Kinder und Jugendliche, die ganz besonders unter den Umständen leiden. In Kassel werden sie von den "Jumpers" und dem Fußballklub KSV unterstützt.

"Sport und Wort Camp" heißt ein Kasseler Projekt, das sich einmal im Jahr vor allem um Kinder und Jugendliche kümmert, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen – so wie die 11-jährige Shahd aus Syrien. Vor vier Jahren ist sie mit ihrer Mutter und ihren fünf Geschwistern nach Deutschland gekommen. Sie mussten ihr Zuhause hinter sich lassen, um wieder in Sicherheit leben zu können. Trotz beschlossener Waffenruhe im aktuellen Nordsyrien-Konflikt ist an eine Rückkehr derzeit nicht zu denken. Shahd und ihre Geschwister gehen zur Schule und für die Familie ist Kassel mittlerweile ihr neues Zuhause.

Die "Jumpers" helfen

Dass Shahd so schnell Anschluss gefunden hat, hat sie auch den "Jumpers" zu verdanken, die sich um Kinder kümmern, die in emotionaler und finanzieller Armut aufwachsen. Dort trifft sie auf Kinder, die Ähnliches erlebt haben. Der KSV Hessen Kassel dabei ist fester Partner des Projektes "Sport und Wort Camp". In dieser Woche dreht sich daher auch alles um Fußball: Denn dabei müssen die Kinder Teamgeist beweisen und können sich gegenseitig nochmal ganz neu kennenlernen.

Sport und Sprache

Die Jugendlichen können sich dabei aber nicht nur auf dem Trainingsplatz austoben. Denn in den Lesestunden zwischen den Einheiten wird auch gemeinsam vorgelesen und über die Texte gesprochen, um die deutsche Sprache zu verbessern. "Sport ist eben Fußball, ein Stück weit die gemeinsame Sprache, die man eben über Ländergrenzen hinweg spricht und versteht. Und eben auch eine Förderung im Bereich Deutsch, in der deutschen Sprache“, erklärt Projektleiterin Sarah Flämig.

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