Zwischen Tradition und High Tech: Digitalministerin Kristina Sinemus zu Besuch in Israel

Am 28.06.2019 veröffentlicht

Mit einer Delegation aus 30 Politikern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern war die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus diese Woche in Israel unterwegs. Trotz aller Konflikte und religiöser Traditionen gilt das Land als zweites Silikon Valley.

In Tel Aviv ist die Verwaltung längst digital und interaktiv. Bürger können zum Beispiel Müll auf der Straße via App melden, sich Baugenehmigungen via App einholen und Spiel-Angebote für Kinder der Gemeinde per SMS empfangen. Bezüglich der Internet-Sicherheit entwickeln junge Unternehmen ständig neue Ideen - viele Mitarbeiter haben einen zwei- bis dreijährigen Militärdienst absolviert und sind daher mit der Thematik "Hackerangriffe" vertraut. Das im Militärdienst Gelernte können sie dann in vielen Fällen in die zivile Welt übertragen. Aufgrund dieser guten Ausbildung arbeiten auch deutsche Unternehmen, wie beispielsweise der Darmstädter Pharmakonzern Merck, gerne mit israelischen Startups zusammen.

Vertreter der Oppositionspartei sind der Meinung, dass Hessen in Sachen Digitalisierung mehr Gas geben sollte, da vieles noch nicht umgesetzt worden sei. Der Besuch in Israel könne Hessen diesbezüglich nach vorne bringen, sagt Digitalministerin Sinemus: "Wir können nicht alles genau so umsetzen. Wir haben einen eigenen hessischen und deutschen Weg, aber es gibt Gedanken und Ansätze, bei denen wir uns diesen problemlösenden Weg abgucken können."

Unsere Reporterin Lucia Voßbeck-Elsebusch ist mit der Delegation mitgereist.

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