Laster-Waage bei Kassel: Hessen Mobil reagiert auf Unfälle auf A44

Am 15.01.2019 veröffentlicht

Noch nicht mal eine Woche ist die Lastwagen-Waage auf der A44 bei Kassel in Betrieb und innerhalb weniger Tage gab es zwei Unfälle, jeweils mit Vollsperrungen in der Folge. Aber woran liegt das? Ist es an dem Abschnitt zu unübersichtlich oder sind die Lkw-Fahrer einfach zu unaufmerksam? Alexandra Pitronik hat nachgefragt.

Nach den beiden Unfällen vor der neuen Lkw-Waage an der A44 bei Kassel will Hessen Mobil nun reagieren: Eine geänderte Verkehrsführung vor der Bergshäuser Brücke soll die Lösung sein. Die rechte Fahrspur auf der A44 von Dortmund nach Kassel wird dann direkt zur Abfahrt zur A49. Dadurch werden Lastwagen praktisch automatisch vor der Gefahrenstelle auf die Umleitung gelenkt. Die neue Regelung soll mit Freigabe der Autobahn am Abend gelten.

Gleich zwei Unfälle in den ersten Tagen

Zuvor waren Lkw auf der A44 bei Kassel trotz eines Fahrverbots weitergefahren und zwei hatten schwere Unfälle verursacht. Die Autobahn blieb am Dienstag Richtung Osten zunächst gesperrt und sollte erst am Abend freigegeben werden. Auslöser war ein Unfall am Montagabend. Dabei war ein 52-jähriger Mann mit seinem Sattelzug verunglückt. Laut Polizei übersah er mehrfach die Verbotszeichen zwischen dem Autobahnkreuz Kassel-West und dem Autobahndreieck Kassel-Süd. Dass die Fahrbahnen im Bereich der Waage durch Betonwände voneinander getrennt werden, habe er zu spät bemerkt und fuhr auf. Der 52-Jährige blieb unverletzt. Es entstanden 55.000 Euro Schaden. Am Samstagabend war bereits ein Lastwagen auf die Betonelemente gefahren. 

Waage bis April in Betrieb

Die Bergshäuser Brücke der A44 wird momentan verstärkt, weil sie dem Verkehr nicht mehr gewachsen ist. In Fahrtrichtung A7 gilt deshalb ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen oder 2,20 Meter Breite. Eine extra installierte Waage soll Verstöße im fließenden Verkehr melden. Die Fahrzeuge werden rausgewunken. Die Waage wird bis April in Betrieb bleiben. Installation und Betrieb kosten vier Millionen Euro.

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