Geplanter Abriss in Kassel: Bewohner bangen um ihr Zuhause

Am 03.06.2019 veröffentlicht

In Kassel sollen drei Häuser mit 36 Wohnungen abgerissen werden. Ein 160 Millionen schweres Bauprojekt für energieeffizienten und barrierefreien Wohnraum in Kassel würde die Bewohner bis 2020 zum Umzug zwingen. Die Mieter wehren sich jetzt gegen das Projekt.

Der geplante Abriss in der Kasseler Rembrandtstraße stößt bei den Mietern auf Empörung und Unverständnis. Ursprünglich sollte nur das benachbarte und leerstehende Versorgungszentrum abgerissen werden, doch dass plötzlich auch noch die drei angrenzenden Wohnhäuser, die laut Mieterin Bettina von Klopmann in einwandfreiem Zustand sind, verschwinden sollen, erfuhren die Bewohner Ende April durch einen Brief ihres Vermieters. 

Das Projekt würde laut von Klopmann die Hausgemeinschaften zerreißen, die zu einer Familie zusammengewachsen sind. Sie sammelt nun Unterschriften gegen den für 2022 geplanten Abriss. Dass die Wohnstadt Kassel eventuelle Umzugskosten übernehmen würde, stellt für von Klopmann und die anderen Mieter keine Abfindung dar. Sie wollen für ihr Zuhause kämpfen und den Abriss verhindern. 

Unser Reporterinnen Lea Wagner und Johanna Nies sprechen im Video mit beiden Parteien. 

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