Im Rollstuhl über die B7: Nicht-barrierefreie Unterführung bringt Menschen in Lebensgefahr

Am 04.10.2019 veröffentlicht

Mangelnde Barrierefreiheit ist leider noch immer vielerorts ein Problem. So auch in Helsa-Eschenstruth im Landkreis Kassel. Weil eine Unterführung lediglich über Treppen verfügt, müssen Rollstuhlfahrer eine dreispurige Bundesstraße überqueren, um die Straßenbahn zu erreichen.

Für Menschen, die schlecht zu Fuß oder eben auf einen Rollstuhl angewiesen sind, droht hier Lebensgefahr: Knapp 15.000 Fahrzeuge sind tagtäglich auf der B7 unterwegs. Eine, die extrem darunter leidet, ist Madeleine Fisseler. Sie ist auf einen elektrischen Rollstuhl angewiesen.

Hessenmobil hingegen sieht keinen Handlungsbedarf. In einer schriftlichen Stellungnahme schreiben sie uns auf Nachfrage: „Die Querung der heutigen B 7 wird nach der Freigabe des Autobahnabschnittes der A 44 zwischen den Auffahrten Helsa-Ost und Hessisch Lichtenau-West auch ohne den Ausbau der bestehenden Unterführung gefahrlos möglich sein.“ Dennoch sollen Möglichkeiten für eine „oberirdisch geführte barrierefreie Querung“ geprüft werden.

Unsere Reporterin Marie von Berlepsch war vor Ort und hat die besagte Stelle zusammen mit Rollstuhlfahrerin Madeleine Fisseler begutachtet.

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