Einigung gefunden: Kasseler Obelisk zieht in die Treppenstraße

Erst monatelanger Streit, dann der Abbau am Tag der Deutschen Einheit in einer Nacht- und Nebelaktion: Der Kasseler documenta-Obelisk am Köngisplatz hat in den letzten Wochen für jede Menge Trubel gesorgt. Uneins waren sich Künstler und die Stadt Kassel über den Verbleib des Kunstwerks. Am Donnerstag konnten sich Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) und der nigerianische Künstler Olu Oguibe auf einen neuen Standort einigen.

Der Obelisk werde künftig auf einem zentralen Platz an der Treppenstraße stehen. Das erklärte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag. "Ich habe immer betont, dass wir weiterhin im Gespräch bleiben werden, wie es mit dem Kunstwerk weitergeht", sagte Oberbürgermeister Geselle. Dass das Kunstwerk mit dem Titel "Fremdlinge und Flüchtlinge Monument" der Innenstadt erhalten bleibe, setze ein erfreuliches und deutliches Zeichen.

Der Ankauf des Obelisken sollte durch Spenden finanziert werden, auf diese Weise kamen schon für den Standort Königsplatz insgesamt 126.000 Euro für den Kauf zusammen. Einige der Spender erklärten sich nun erneut bereit, den Ankauf des Obelisken mit der bereits gesammelten Summe zu finanzieren.

Der Hintergrund zum politischen Kunstwerk

Der Obelisk am Königsplatz ist eines der Kunstwerke, die im Rahmen der Kunstausstellung documenta 14 in Kassel ausgestellt wurden. "Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt", steht in großen Lettern auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Türkisch auf dem Monument. Der Nigerianer Olu Oguibe möchte damit an die weltweit 60 Millionen Flüchtlinge erinnern.

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