Gefährliche Eisflächen: Wie Sie sich im Notfall richtig verhalten

Am 25.01.2019 veröffentlicht

Das aktuelle Wetter verleitet leider einige Menschen, die noch viel zu dünnen Eisflächen auf Seen oder Flüssen zu betreten. Doch das ist nicht nur dumm, sondern auch richtig gefährlich. Die Chance, wieder aus den eingebrochenen Stellen zu kommen, ist nämlich sehr gering.

"Bei den Wassertemperaturen kühlt der Körper sehr schnell aus, und nach wenigen Minuten ist eine Muskelanspannung nicht mehr möglich. Man denkt ja immer, man könne sich wieder auf's Eis zurückziehen. Das ist aber in den meisten Fällen nicht möglich, weil der Muskel nicht mehr kontraktieren kann", erklärt Thomas Schmidt von der Feuerwehr Kassel. Wenn man sich jedoch in diese Gefahrenlage begibt oder unvorhergesehen einbricht, zählt jede Minute.

Eine minimale Chance, sich aus eigener Kraft aus dem Eisloch zu ziehen, besteht trotzdem. "Wenn man in das Eis eingebrochen ist, sollte man versuchen, sich flach auf's Eis drauf zu schieben und so robbend vielleicht auf die Eisschicht zu kommen. Wenn es immer wieder wegbricht, kann man auch versuchen, sich mit den Fäusten eine Bahn zu brechen, wie ein Eisbrecher, um an's rettende Ufer zu kommen“, so rät Schmidt.

Generell sollte man sich aber nach einer so kurzen Kältezeit von Eisflächen fernhalten – und damit auch von der Lebensgefahr.

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