Kasseler Baumfällung gestoppt: Sanierung wird verschoben

Am 28.02.2019 veröffentlicht

In Kassel sollte eigentlich der Alleen-Kahlschlag für eine Straßensanierung beginnen. 90 der insgesamt 137 Bäumen in einer Straße in der Kasseler Südstadt drohte die Fällung. Die Anwohner haben sich erfolgreich dagegen gewehrt. Unser Reporter Tim Ellrich war vor Ort.

Die bevorstehende Sanierung der Heinrich-Heine-Straße in Kassel ist erstmal vom Tisch. Denn 90 der insgesamt 137 Bäumen sollten in dieser Woche gefällt werden. Hintergrund für den Kahlschlag ist der im Frühjahr startende Umbau der maroden Straße, der 4,5 Millionen Euro kosten wird. Jetzt bleiben die Linden erstmal stehen.

Anwohner haben erfolgreich gekämpft

Mit Zetteln, auf denen unter anderem "Finger weg, ihr seid krank, nicht ich!" geschrieben stand, machten sich die empörten Bürger Luft. Den Alleen-Kahlschlag wollten sich die Anwohner nicht gefallen lassen. Eine Demonstration zeigte Erfolg, rund 800 Unterschriften sind in den letzten zwei Wochen zusammengekommen. Wir haben berichtet.

Sanierung wird verschoben

Die aufwendige Straßensanierung ist also erstmal vom Tisch. Denn gefällt werden durfte nur noch bis zum 28. Februar, dann ist Brutzeit. Jetzt ist die Frist abgelaufen. Erst im Oktober dürfte es dann frühestens losgehen. Jetzt ist die Stadt Kassel gefragt, die den Widerspruch prüfen soll.

 

 

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