Feuerwehr verweigerte die Hilfe: Jetzt ist Papagei Riko tot

Am 19.02.2019 veröffentlicht

Am Samstagmorgen verlässt Peter Koch seine Wohnung in Rothenditmold. Er bermerkt nicht, dass er seinen Papagei Riko auf den Schultern sitzen hat. Riko erschrickt, fliegt in den nächsten Baum und kommt nicht mehr herunter. Verzweifelt ruft Koch die Feuerwehr, doch diese verweigert die Hilfe. Nun ist Papagei Riko tot.

"Wir haben versucht ihn zu locken, aber der hat so eine Angst gehabt und hat sich eigentlich nur festgehalten und darauf gehofft, dass ich hochkomme und ihn hole." Deswegen habe er mehrfach versucht die Feuerwehr dazu zu bewegen, eine Drehleiter zu organisieren. "Der wäre sofort auf meinen Arm gekommen, er hat ja darauf gewartet - aber es hatte nicht sein sollen", trauert Koch.

Der 59-Jährige gibt der Feuerwehr die Schuld. Am Telefon sagte man ihm, dass sie in diesem Fall nicht ausrücken - ein entflogener Papagei sei kein Notfall. Einen Tag später wird Papagei Riko von einem Nachbarn tot aufgefunden. Der Vogel überlebte die kalte Nacht nicht.

"Mein Riko war 32 Jahre bei mir - das war wie ein Baby"

Koch ist wütend über das Verhalten der Feuerwehr und traurig über den Verlust seines Haustiers. "Ich kann nur an die Kasseler Feuerwehr appellieren, tut das nie wieder Menschen an, wenn ihre Tiere in Not sind. Tiere sind auch Familienmitglieder, an denen hängt man. Mein Riko war 32 Jahre bei mir, das war wie ein Baby - das dürft ihr den Menschen nicht antun." Die Feuerwehr muss bei ihren Einsätzen sicherlich Prioritäten setzen. Im Fall von Papagei Riko war es vielleicht die Falsche.

Unsere Reporterin Marie von Berlepsch hat Peter Koch im Video getroffen.

 

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