Für den Tierschutz: Mit der „Pelz-Polizei“ durch Kassel

Am 15.01.2019 veröffentlicht

Wissen Sie, woraus der Pelzbesatz an Ihrer Winterjacke gemacht wurde? Was viele Verbraucher oft nicht wissen: Häufig tragen sie Echtpelz und denken dabei "Ich hab so wenig dafür bezahlt, das kann nur Kunstfell sein". Um die Menschen aufzuklären, war die Pelz-„Polizei“ am Montag in Kassel unterwegs. Marie von Berlepsch hat sie begleitet.

Julia und Simone sind Tierschutzaktivistinnen und wollen aufklären. Deswegen sind sie in der Kasseler Fußgängerzone unterwegs und sprechen gezielt Fußgänger an. Oftmals täuscht der geringe Preis oder eine falsche Etikettierung die Verbraucher. Nicht selten werden echte Pelze als Kunstpelz deklariert.

Mehr als 100 Millionen Tiere werden jährlich für die Tierpelzproduktion getötet, Nerze, Füchse und sogar Katzen und Hunde werden einzig und allein gezüchtet, damit ihnen dann buchstäblich das Fell über die Ohren gezogen wird. Die Tötungsarten sind in der Regel alles andere als tierfreundlich: Elektroschocks, Vergiftungen oder ein kräftiger Hieb auf den Kopf gehören zur gängigen Praxis.

Wie unterscheide ich Echt- vom Kunstpelz?

Die Kasseler Pelz-„Polizei“ hat einen guten Tipp: Durch leichtes Zupfen kann man ein paar einzelne Haare aus seinen Pelz-Accessoires lösen. Entzündet man diese dann mit einem Feuerzeug, lässt sich direkt am Geruch feststellen, ob hier Plastik oder Echthaar verbrennt.

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