90 Bäume bedroht: Kasselaner kämpfen für Ihre Allee

Am 14.02.2019 veröffentlicht

In Kassel soll nächste Woche der Alleen-Kahlschlag für eine Straßensanierung beginnen. 90 der insgesamt 137 Bäumen sollen in einer Straße in der Kasseler Südstadt gefällt werden. Nicht nur Anwohner sind entsetzt.

Die bevorstehende Sanierung der Heinrich-Heine-Straße in Kassel wirft viele Fragen auf. Denn 90 der insgesamt 137 Bäumen sollen ab Montag nächster Woche gefällt werden. Nach Angaben des Umwelt- und Gartenamtes weisen die Bäume massive Schäden auf. Somit habe man sich für eine Neupflanzung entschieden. Hintergrund für den Kahlschlag ist der im Frühjahr startende Umbau der maroden Straße, der 4,5 Millionen Euro kosten wird.

Anwohner sind empört über Alleen-Kahlschlag

Läuft man durch die Heinrich-Heine-Straße in Kassel findet man an jedem Lindenbaum einen Zettel mit den Worten: "Finger weg, ihr seid krank, nicht ich!" Diese mehr als deutliche Nachricht kommt von empörten Bürgern. Den Alleen-Kahlschlag wollen sich die Anwohner um Klaus Fischbach nicht gefallen lassen. Sie können nicht glauben, dass jeder dieser Bäume krank sein soll. Deswegen hat Fischbach eine Demonstration ins Leben gerufen.

Die Stadt möchte die baufällige Straße sanieren, breitere Gehwege, mehr Platz für neues Grün. Denn laut Stadt haben die Bäume hier zu schlechte Bedingungen um gesund zu wachsen. Den Umbau der Straße wünschen sich zwar auch die Anwohner. Die alten Bäume sollen aber bleiben wo sie sind.

Sanierung wird verschoben

Durch den Widerspruch verschiebt sich die Sanierung. Jetzt steht das Projekt auf der Kippe, denn gefällt werden darf nur noch bis zum 28. Februar, dann ist Brutzeit. Erst im Oktober dürfte es dann frühestens losgehen. Klaus Fischbach fordert eine erneute Überprüfung. Jetzt ist die Stadt Kassel gefragt, die den Widerspruch prüfen soll.

 

 

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