Gewalt in der Notaufnahme: Trainieren für den Ernstfall im Klinikum Kassel

Am 17.07.2019 veröffentlicht

Gewalt in der Notaufnahme ist in Hessen ein großes Problem: Laut einer Studie der Hochschule Fulda erleben rund 61 Prozent aller Mitarbeiter in Notaufnahmen täglich oder wöchentlich verbale, 24 Prozent körperliche und 20 Prozent sexuelle Gewalt. Selbstverteidigungstrainer Steffen Heinemann zeigt Mitarbeitern des Klinikums Kassel, wie sie sich im Ernstfall wehren können.

In einer dreistündigen, kostenlosen Fortbildung will Trainer Steffen Heinemann den Teilnehmern vor allem Selbstsicherheit vermitteln, denn ein selbstbewusstes Auftreten und klare Kommunikation sind in bedrohlichen Situation extrem wichtig, erklärt er. Elke Brill-Bannenberg, ehrenamtliche Helferin im Klinikum, freut sich über die Selbstverteidigungsfortbildung. Sowohl auf der Arbeit als auch im Alltag will sie sich sicher fühlen, und die Tipps des Experten helfen ihr dabei: "Training wäre wahrscheinlich noch nötig, aber man hat erstmal die Gewissheit: Man kennt Griffe und Tricks. Ich würde jetzt schon mal durch lautes Rufen und durch meine Griffe selbstsicherer sein", sagt sie.

Unsere Reporterin Lea Wagner hat Steffen Heinemann auf das Seminar begleitet. Seine Tipps sehen Sie im Videobeitrag.

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