Stephan Ernst ändert Aussage: Komplize soll Lübcke versehentlich erschossen haben

Am 08.01.2020 veröffentlicht

Der Hauptverdächtige im Mordfall Lübcke, Stephan Ernst, hat seine Aussage geändert und bestreitet jetzt, den tödlichen Schuss auf den Kasseler Regierungspräsidenten abgegeben zu haben. Das erklärte sein Anwalt Frank Hannig bei einer Pressekonferenz in Kassel. Ernst gehe davon aus, dass der ebenfalls wegen der Tat inhaftierte Markus H. den tödlichen Schuss auf den Regierungspräsidenten versehentlich abgegeben habe.

Geplant soll laut Ernst lediglich eine "Abreibung" für den Regierungspräsidenten gewesen sein. Erst als Lübcke versuchte um Hilfe zu rufen, hätte Markus H. den Schuss abgegeben. Ernst soll sich sicher sein, dass dies aus Versehen passiert sei. Die Angaben müssen nun von den Ermittlern überprüft werden.

Mehr Informationen sehen Sie im Videobeitrag von Benjamin Holler.

Ernst soll den Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) am 2. Juni mit einem Kopfschuss auf der Terrasse seines Hauses im Landkreis Kassel getötet haben. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Ernst hatte die Tat zunächst gestanden, dann das Geständnis zurückgezogen. Sein Anwalt hatte Ende November ein neues Geständnis seines Mandanten angekündigt. Neben Stephan Ernst sitzen zwei weitere Männer als mutmaßliche Helfer in Untersuchungshaft.

 

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