Streusalz-Alternative: Flüssige Salzlösung für weniger Umweltbelastung

Am 01.02.2019 veröffentlicht

Der Winter in Kassel bedeutet Hochsaison für Berufskraftfahrer Konstantin Spirer. Er sprüht bei Glatteis statt Salz nun Sole. Alex Pitronik hat sich die umweltschonende Alternative näher angeschaut.

10.000 Liter der Salzlösung passen in den riesigen Tank der Streufahrzeuge. Die Stadtreiniger in Kassel mischen die Lösung selbst an. Es gibt ein ganz besonderes Mischverhältnis, erklärt uns Birgit Knebel, die Sprecherin der Stadtreiniger Kassel: "Wir brauchen genau 21,5%. Wenn man das einfach mal vergleicht mit der Nordsee, da haben wir eine Konzentration von 3%. Das sieht man, dass das schon ein bisschen was an Salz ist. Und genau diese Konzentration brauchen wir, weil nur dann haben wir die optimale Wirkung auf den Straßen."

Die neue Alternative ist umweltschonend

Die Salzlösung kommt immer häufiger zum Einsatz, weil sie nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch ein Gewinn ist. Man braucht im Winter einfach weniger Salz, was der Natur wie Bäumen und Grünanlagen auch zugute kommt. 4.500 Liter Sole können in der Stunde produziert werden. Im vergangenen Winter kamen rund 600.000 Liter davon zum Einsatz. Trotzdem wird auch noch so genanntes Feuchtsalz eingesetzt – also Salz, das mit Sole befeuchtet wird. Denn die reine Solelösung funktioniert nicht bei jeder Wetterlage: Dauerfrost ist hartnäckiger, da reicht die reine Solelösung nicht aus, um das Eis aufzutauen. Aber daran wird spätestens bis zum nächsten Winter gearbeitet.

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