Neue Therapie: Hilft diese Spritze wirklich gegen Migräne?

Am 11.02.2019 veröffentlicht

Etwa zehn bis zwölf Prozent der Deutschen leiden unter Migräne, auch Sonja Noll-Hanfland aus Vöhl. Ihr Alltag ist von starken Kopfschmerzen und Übelkeit bestimmt. Eine neuartige Therapie soll ihr nun helfen: Sonja testet seit drei Monaten eine Spritze, die ihre Schmerzen lindern soll. Unsere Reporterin Lea Wagner hat sie begleitet. 

Seit einigen Jahren ist Sonja Noll-Hanfland Patientin in der Kasseler Schmerzklinik. Bisher hat sie ihre Migräne nur mit Medikamenten behandelt, bis Chefarzt Dr. Böger sie Anfang November 2018 auf die neue Migräne-Spritze aufmerksam machte. "Das neue an der Spritze ist, dass man ein bestimmtes Molekül namens CERP, das für die Auslösung von Migräne-Attacken zuständig ist, im Blut abfängt. Dadurch haben wir deutlich weniger Attacken als vorher", erklärt uns Dr. Böger im Interview.

Keine Heilung, aber weniger Schmerzen

Sonja Noll-Hanfland erfüllt die Voraussetzungen, unter denen die Krankenkassen die Kosten von 688 Euro pro Spritze übernimmt. Dazu zählen zum Beispiel die Häufigkeit der Attacken. Einmal im Monat muss sie sich das Präparat zu Hause selbst spritzen. Damit wird die Migräne zwar nicht geheilt, aber stark gelindert. Die täglichen Migräne-Attacken haben sich bereits im zweiten Monat der Therapie halbiert.

Auf der Webseite des Kopfschmerzzentrums Nordhessen finden Sie weitere Informationen zu Migräne und anderen Kopfschmerzarten.

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