Nach Tod von Lübcke: Wie reagieren Ermittler auf Hass-Kommentare?

Am 04.06.2019 veröffentlicht

Auch zwei Tage nach dem Tötungsdelikt an dem Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) tappen die Ermittler noch im Dunklen. Fest steht, dass Lübcke auf seiner Terrasse in Wolfhagen aus nächster Nähe erschossen wurde. Einen Suizid schließt die Polizei aus. Auch im Internet hat der Fall hohe Wellen geschlagen. Rechte feiern jetzt die Tat mit fiesen Kommentaren.

2015 hatte sich der Regierungspräsident gegen Schmährufe zur Aufnahme von Flüchtlingen gewehrt und gesagt, wer gewisse Werte des Zusammenlebens nicht teile, könne das Land verlassen. Nach seinem Tod häufen sich jetzt geschmacklose Kommentare in den sozialen Netzwerken. "Selbst schuld, kein Mitleid, so wird es Merkel und den anderen auch ergehen und das ist gut so", "Mein Mitleid in Grenzen…" oder "…geht doch" – sind nur ein paar Beispiele der zahlreichen Facebook-Kommentare.

Unsere Reporterin Marie von Berlepsch war bei der Polizei und hat in Erfahrung gebracht, wie die Ermittler mit den Hass-Kommentaren umgehen.

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