Schön und giftig: Weihnachtsstern vor allem für Allergiker gefährlich

Am 03.12.2018 veröffentlicht

Er sieht gut aus und sorgt für besinnliche Stimmung: Der Weihnachtsstern, oder auch Adventsstern genannt, ist in der Vorweihnachtszeit ein absoluter Renner. Hessenweit werden rund 400.000 der blutroten Gewächse vor Heiligabend in den Gärtnereien gezogen. Allerdings ist die schöne Pflanze mit Vorsicht zu genießen.

Die Flüssigkeit aus dem Weihnachtsstern kann vor allem für Menschen mit einer Latex-Allergie giftig sein. Die sogenannte Wolfsmilch ist mit dem Saft der Kautschukpflanze verwandet, aus dem Latex gewonnen wird. Laut dem Biologen Ulrich Kutschera könne der Milchsaft bei Allergikern zu Hautausschlägen und Juckreiz führen. Besonders gefährlich ist die Pflanze für Haustiere und Kleinkinder. Typische Symptome sind etwa Erbrechen, Durchfall oder Benommenheit. „Es kann sich anfühlen, als würde man ein brennendes Streichholz in die Hand nehmen“, erklärt Biologe Ulrich Kutschera von der Uni Kassel. Im Notfall sollten Eltern übrigens den Giftnotruf wählen, Tiere sollten zum Tierarzt.

Wer solche Risiken nicht eingehen möchte, der kann zu harmlosen Alternativen greifen: die Grünlilie gibt es beispielsweise in verschiedenen Pigmentierungen und ist für Allergiker vollkommen ungefährlich.

Wie Gärtner und Passanten zur vermeintlich giftigen Pflanze stehen, berichten unsere Reporter Andreas Schopf und Tim Ellrich.

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