Zündler hinter Gittern: 30-Jähriger muss für zehn Jahre ins Gefängnis

Am 14.05.2019 veröffentlicht

Er hat den Tod von drei Menschen billigend in Kauf genommen. Deswegen hat der Richter am Landgericht Kassel heute entschieden, dass ein 30-jähriger Mann für zehn Jahre und einen Monat ins Gefängnis muss. Er hatte die Scheune neben dem Haus seiner Ex-Freundin angezündet.

Im Mai vergangenen Jahres zersticht Kai B. im Waldecker Ortsteil Netze erst die Autoreifen seiner Ex-Freundin. Anschließend legt er einen Brand direkt auf Höhe des Schlafzimmers. Glücklicherweise bemerkt die Frau das Feuer rechtzeitig und kann sich mit den zwei und vier Jahre alten Kindern vor den Flammen retten.

"Nach dem derzeitigen Stand sieht es so aus, dass die Familie auch auf Schulden sitzen bleiben wird. Es wird noch lange lange Zeit dauern mit dieser Sache umzugehen. Nichtsdestotrotz ist der Familie doch bewusst, was für großes Glück sie hatten, dass eben meine Mandantin sich mit ihren Kindern noch in Sicherheit bringen konnte", so die Rechtsanwältin der Ex-Freundin.

Gerade einmal ein halbes Jahr waren Kai B. und seine damalige Freundin zusammen, die beiden Kinder stammen aus einer vorherigen Beziehung. Der 30-Jährige zeigte schon in der Vergangenheit, dass er mit Trennungen nicht umgehen kann und war deswegen in psychiatrischer Behandlung. Die letzte Trennung treibt ihn dann zu dieser Tat.

Mordmerkmale erfüllt

Die Kammer gestand dem Mann zu, dass er die Familie nicht habe umbringen wollen, aber ihm "war alles scheißegal", wie er auf Whatsapp Stunden vor der Tat schrieb. Er habe den Tod von Mutter und Kindern billigend in Kauf genommen. Die Mordmerkmale "Heimtücke" und "gemeingefährliches Mittel" sind laut Gericht durch sein Handeln erfüllt.

 

 

Empfohlene Kanäle