Katjas Kampf gegen MS: Teil 1 - So geht es ihr nach 7 Tagen Isolation

Am 03.06.2019 veröffentlicht

Katja Schmollack leidet unter Multipler Sklerose. In einer Klinik in Moskau lässt sie sich behandeln. Jetzt durfte sie nach sieben Tagen Isolation endlich ihr Krankenzimmer verlassen. Wir haben die Hochheimerin auf ihrem Weg begleitet.

Mit 32 Jahren bekommt Katja Schmollack die Diagnose Multiple Sklerose, kurz MS. Für sie ein unfassbarer Schicksalsschlag. "Es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen", erzählt sie, als wir sie Anfang des Jahres getroffen haben. Doch die Diagnose wollte sie nicht einfach so hinnehmen und recherchiert Therapieformen im Internet. Sie findet eine Stammzelltherapie in einem Krankenhaus in Moskau.

Katja sammelte Geld für die Therapie

"Ich habe mit Menschen gesprochen, die das auch gemacht haben, die auch in Moskau waren und die haben alle gesagt, dass die Klinik toll ist und die Ärzte super sind", erzählt uns Katja. Für die Therapie kommt die Krankenkasse aber nicht auf, diese springt nur in schwerstkranken Fällen ein. Deswegen muss sie 50.000 Euro sammeln. Dafür nutzte sie soziale Netzwerke, stellte sich auf den Weihnachtsmarkt und sucht den direkten Kontakt mit ihren Mitmenschen. Glücklicherweise schafft sie es genug Geld zu sammeln.

Ausschnitte aus ihrem Tagebuch sehen Sie im Video

Vor einem Monat kam Katja in die Klinik und hat sich einer Chemo- und Stammzelltherapie unterzogen, die die Multiple Sklerose stoppen soll. Bei MS handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die die Nerven im Hirn und im Rückenmark angreift. Es kann zu Gefühlsstörungen, Muskelschmerzen und sogar zu Lähmungen kommen.

In unserer Wochenserie begleiten wir die Hochheimerin durch ihre Zeit in der Klinik. Die emotionalen Ausschnitte aus ihrem Videotagebuch sehen Sie im Beitrag von Rafael Fleischmann.

 

 

 

 

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