Keine Lebensqualität: Fliegenplage in Gründau-Lieblos

Am 22.05.2018 veröffentlicht

Sie sind überall und erregen ein Ekelgefühl. Tausende von Fliegen in Gründau-Lieblos setzen dem 3900 Menschen-Seelendorf schwer zu und lassen keine Lebensqualität zu. Den Bürgern steht es bis ganz oben, da Stadt und Politik nichts dagegen unternehmen.

Cam Süleyman, Inhaber eines Frisörladens, berichtet, dass es kaum noch mehr darum geht, Haare zu schneiden und zu föhnen, sondern vielmehr, sich von den ungebetenen Gästen zu befreien. "Wir überlegen schon, Pfefferspray zu sprühen, damit die Fliegen nicht mehr kommen." Ein Kunde erzählt uns, wäre er kein Stammkunde, hätte er den Laden längst gewechselt, aber aus Loyalität bleibe er vorerst.

"Es muss etwas gemacht werden"

Die Bürger fordern, dass die Stadt handelt. Klaus Böhm fühlt sich von dieser und dessen Bürgermeister im Stich gelassen, hat deshalb eine Online-Petition gestartet. Er kann mit seiner Familie nicht draußen auf der Terasse sitzen und gemütlich grillen. Lediglich wenn es kalt ist, und die Fliegen nicht angelockt werden, lässt es sich draußen ertragen. Fliegenfänger müssen nach wenigen Tagen ausgetauscht werden, die Getränke mit Fliegen voll - ein Alptraum.

Auslöser wohl eine Kompostanlage

In der Nachbarschaft befindet sich eine Kompostanlage, in der die Fliegen ihre Eier legen und schlüpfen. Experten nehmen an, dass dies das Hauptproblem sei. Allerdings steht die Anlage seit über 20 Jahren dort, das Problem besteht erst seit kürzerer Zeit. Dass es so nicht bleiben kann, ist klar. Irgendwann wird das Gesundheitsamt sich einschalten müssen, da Fliegen bekanntermaßen Krankheiten übertragen. Wie es aber zunächst weiter geht, ist nicht klar.

 

 

 

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