Kinderleben retten: Erste Hilfe für Eltern

Am 21.03.2018 veröffentlicht

Wissen Sie was zu tun ist, wenn sich Ihr Kind zum Beispiel an einer Nuss verschluckt? Wenn nicht, dann stehen Sie nicht alleine da. Es ist der absolute Horror, wenn das eigene Kind keine Luft mehr kriegt und daran stirbt. Deshalb ist es wichtig, dass sich Eltern auf solche Notfallsituationen vorbereiten. Michael van Alst hat mit einem Notfallmediziner einige wichtige Fälle durchgesprochen.

 

Was ist zu tun, wenn das Kind etwas verschluckt hat?

Es muss sehr schnell gehen. Solange Ihr Kind hustet ist noch alles in Ordnung. Wenn Ihr Kind nicht mehr hustet, dann legen Sie es mit dem Bauch über Ihr Knie. Klopfen Sie fünf Mal zwischen die Schulterblätter. Löst sich der Fremdkörper hierdurch nicht, dann rufen Sie den Notarzt und führen das Heimlich-Manöver durch. Hierzu umgreifen Sie das Kind von hinten und pressen bis zu fünf Mal den Brustkorb am unteren Brustbein zusammen.

Was ist zu tun, wenn das Kind Symptome einer Vergiftung aufweist?

Besonders häufig vergiften sich Kinder mit Reinigungsmitteln, Medikamenten oder giftigen Pflanzen. Achten Sie darauf, dass diese Gegenstände für die Kinder nicht zugänglich sind.
Sollte Ihr Kind trotz allem Symptome einer Vergiftung zeigen, dann wählen Sie sofort den Giftnotruf. Erbrechen oder plötzliche Müdigkeit können auf eine Vergiftung hinweisen.

Der Giftnotruf ist Tag und Nacht telefonisch unter 06131 19240 erreichbar.
Das Giftinformationszentrum für die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz beantwortet Ihnen alle Fragen rund um das Thema. Weitere Informationen finden Sie direkt auf der Website des Giftinformationszentrums.

 

Erste-Hilfe-Kurse für Eltern:

Das Klinikum Frankfurt-Höchst bietet Erste-Hilfe-Kurse für Eltern an.
Die Teilnahmegebühr beträgt 45 Euro pro Person und 70 Euro pro Elternpaar. Nach Rücksprache mit Ihrer Krankenkasse ist es möglich, dass die Gebühr teilweise erstattet wird.
Auf der Website des Klinikums können Sie sich für die Kurse anmelden.

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