Durchsuchungen in Südhessen: Große Kinderporno-Razzia

Am 18.11.2019 veröffentlicht

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat wegen des Verdachts der Verabredung zum sexuellen Missbrauch von Kindern und zum Austausch von Kinder- und Jugendpornographie bundesweit Ermittlungen durchgeführt. Wie die Behörde mitteilt, durchsuchten die Beamten 26 Objekte in sieben Bundesländern - auch in Hessen.

Die Ermittlungen richten sich gegen einen 43-jährigen Baden-Württemberger aus dem Landkreis Schwäbisch-Hall, der die Darknetplattform „Tor Chat Directory“ betrieben haben soll und gegen insgesamt acht mutmaßliche Nutzer der Plattform im Alter von 35 bis 61 Jahren. Über die Plattform sollen sie die Möglichkeit gehabt haben, ihre Kontaktdaten und sexuelle Präferenzen anzugeben, um so mit gleichgesinnten Personen in Kontakt treten zu können. Hierbei soll die Kontaktanbahnung der Nutzer auf den Austausch kinder- und jugendpornographischer Schriften, vereinzelt auch auf die Verabredung zum sexuellen Missbrauch von Kindern abgezielt haben.

Durchsuchungen in den Kreisen Offenbach und Groß-Gerau

Im Zuge der seit Anfang des Jahres geführten Ermittlungen gelang es den Strafverfolgungsbehörden schließlich, den Standort des Servers, auf dem die Plattform gehostet war, zu lokalisieren und zahlreiche mutmaßliche Nutzer der Plattform zu identifizieren. Durchsuchungen in Hessen fanden im Landkreis Groß-Gerau und im Landkreis Offenbach statt. Festnahmen gab es dabei keine.

Server inzwischen abgeschaltet

Gegen den 43-jährigen Baden-Württemberger aus dem Landkreis Schwäbisch-Hall besteht darüber hinaus der Verdacht, für zwei weitere Angebote im Darknet verantwortlich zu sein. Den Nutzern soll ermöglicht worden sein, Monatsabonnements für Kinderpornographie abzuschließen. Im Anschluss an die Durchsuchungsmaßnahmen wurde der Server der Plattform beschlagnahmt und abgeschaltet.

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