Knirschschiene im Test: Vom Zahnarzt oder doch vom Discounter?

Am 03.05.2019 veröffentlicht

Die bekannteste Funktionsstörung ist das Zähneknirschen. Unbewusst im Schlaf knirschen wir mit den Zähnen und merken es oft selbst gar nicht. Die Ursachen sind stressbedingt oder mit seelischen Störungen verankert. Die Knirschschiene bringt Hilfe.

Die Discount-Variante verspricht: Erhitzen, Formen, Tragen. Im Set für knapp 30 Euro enthalten: Ein Abdrucklöffel, das weiche Schienen-Material für den Oberkiefer-Abdruck und eine Aufbewahrungsdose. Wer lose Zähne oder starke Kiefer-und Nackenschmerzen hat, sollte laut Hersteller die Schiene nicht nutzen.

Und so einfach geht es: Zuerst Wasser aufkochen - kurz abkühlen lassen und den Abdrucklöffel mit dem Knirschschienengummi 45 Sekunden erwärmen. Abkühlen, die Schiene dann schnell positionieren und zwei Minuten richtig fest draufbeißen. Das Ergebnis: Der Abdruck sieht gut aus, ist aber noch nicht tief genug - in diesem Fall soll man alles wiederholen. Nach der Nacht lautet unser Fazit: 2-3 Stunden hat die Schiene relativ gut gehalten, danach ist sie ständig verrutscht.

Unsere Reporterin Lisa Siewert hat die Discounter-Knirschschiene von einem Zahnarzt begutachten lassen.

Ergebnis des Zahnarztes

Auf den ersten Blick sieht man, dass die Schiene nicht tief genug die Zähne überragt. Eine Profi-Schiene vom Zahnarzt würde die Zähne wesentlich mehr einfassen und dann hält sie auch besser.  Auch das Material ist zu weich. Wesentlich ist auch, dass eine schlecht sitzende Schiene Probleme wie zum Beispiel Kieferschmerzen oder Verspannung sogar noch verschlimmern kann.
Und: Nicht jeder Knirscher braucht unbedingt eine Schiene - das kann nur ein Zahnarzt herausfinden. Falls mein eine Zahnschiene verordnet bekommt, übernehmen die Krankenkassen oft die Kosten.

Unser Fazit sehen Sie im Videobeitrag.

 

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