Kommt die Teilzeitkrankschreibung?: Ärzteverband fordert neue Form der Arbeitsminderung

Am 01.11.2018 veröffentlicht

Wer krank ist, hat die Wahl: Entweder er lässt sich vom Arzt krankschreiben und kann in der Zeit gar nicht arbeiten. Oder er schleppt sich ins Büro. Die Ärzte wollen eine neue Variante ins Spiel bringen: Die Teilzeitkrankschreibung.

Wir haben mit einem Patienten gesprochen, der sich getraut hat seinem Chef von seiner Krankheit zu erzählen. Jörg Engelhardt leidet an Depressionen, für viele ein Tabu-Thema, was aber Ernst genommen werden sollte. Knapp zwei Monate fällt Engelhardt wegen der Therapie aus, dann der schwere Widereinstieg, am Ende folgte die Kündigung. Der 56-Jährige hat mittlerweile eine Selbsthilfegruppe gegründet, die ihm bei seiner Krankheit hilft und Struktur in den Alltag bringt.

Wunschgedanke Teilzeitkrankschreibung

Mit der neuen Forderung auf Teilzeitkrank, wäre es nun denkbar dass der Arzt den Patienten zu etwa 75 Prozent krank­schreibt und  den Rest der Zeit arbeiten geht. Die gesetz­liche Kranken­kasse würde dann zum Teil Krankengeld zahlen, der Rest wären Lohn oder Gehalt. Allerdings ist das nur ein Gedankenspiel, denn es gibt in Deutschland aktuell keine Teilzeit-Krankschreibung, kein Attest für nur einige Stunden am Tag. Anders als in Schweden beispielsweise, wo solche Modelle durchaus praktiziert werden.

 

 

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